Mittwoch, 16. Mai 2012

Hmmm...


Das ist das erste Teil aus der Denden-Serie, dass ich jetzt einfach mal für fertig erkläre. :)


Manchmal braucht es eine Weile, bis man sich über einiges klar wird und Sachen ausprobiert hat und entscheiden kann, in welche Richtung man will. Allgemein im Leben, aber auch als Künstler oder Designer in Bezug auf Gestaltung, Material und Konstruktion. ;)


Mehr Fotos hab ich auf Flickr hochgeladen.


Samstag, 12. Mai 2012

Testkugel


Mein erster Versuch mit der neuen Wolle. :)
Ich bin hin- und hergerissen, weil sie Vor- und Nachteile gegenüber der anderen hat, die ich normalerweise verwende. Ein ganz dickes Pro ist auf jeden Fall die große Farbpalette, die man zur Auswahl hat. Außerdem toll sind die noch etwas weichere Faser und dass sie weniger "Restwiese" enthält. ;) (In Filzwolle findet man nämlich oft noch kleine Gräserreste, die man erstmal rauspicken muss, wenn man wirklich schön feinen Filz bekommen möchte.) Aufgrund der langen nebeneinander liegenden Fasern ist sie allerdings schwieriger für kleine Objekte mit noch kleineren Farbflächen zu verarbeiten und auch nach dem Verfilzen kann ich an der Kugel bei genauem Hinsehen noch erkennen, in welcher Richtung ich einen letzten feinen Strang zwischen die Kordel gelegt habe. Dafür lässt die Wolle sich aber ganz wunderbar für größere Flächenfilze auslegen.


Tjaaa... Ich persönlich tendiere für die meisten meiner Filzprojekte noch immer zu meiner bisherigen Wollsorte, aber die Farbpalette der anderen ist soooo verlockend... *seufz* Vielleicht kann ich die eine auch hier und da mit der anderen ergänzen... Na, mal schauen, was ich damit noch veranstalte und was sich so beim Werkeln ergibt... ;)


Donnerstag, 10. Mai 2012

Fluff


Dass ich von meinem Bruder ein paar Farben einer für mich noch neuen Wollsorte geschenkt bekommen hab, hatte ich ja schon erzählt, und mit so einer undefinierten Wolke fluffiger Wolle fängt also alles an :) - bevor man mit Idee, Nadel, Wasser und viel Hingabe Stück für Stück eine Form aufbaut und ihr immer festere und definiertere Gestalt gibt, bis ein, je nach Wunsch, einigermaßen bis richtig robustes Objekt entstanden ist.


Ist schon faszinierend, wie aus so einem luftigen Faserzusammenhang, der bei elektrostatischer Aufladung durch die Gegend geistert und fallen gelassen sich noch gemütlich vom Luftwiderstand sanft zu Boden tragen lässt, ein Teil werden kann, das man erst mit einem weichen POFF! und durch noch festeres Filzen dann sogar mit einem klaren POCK! auf den Tisch hauen kann. ^^


Langsam lernt die Wolle durch ständige Wiederholung ihre neue Form und während man am Anfang noch aufpassen sollte, dass man die losen Fasern nicht einatmet, bekommt man am Ende einen festen Faserverbund, der selbst Feuer aushält. Tjaja... da könnt man glatt philosophisch werden... ;) Neben all der Anstrengung und den fiesen Nadelpieksern hat Filzen halt auch was Meditatives und während man so vor sich hinarbeitet, ergibt sich manch schöne Sinnbild... ^^


Aber genug von meiner kleinen Filzosophie. ;) Ich sollte wohl noch anmerken, dass die Farben auf den Fotos... irgendwie anders sind. ^^ Vielleicht spinnt die Kamera, vielleicht liegt's auch einfach nur daran, dass das Licht frei durch die ausgebreiteten fluffigen Fasern scheint und hin und her reflektiert wird. Jedenfalls ist das mittlere Grau eigentlich ein schönes dunkles Anthrazit, das Rot ein sattes Dunkelrot, das Türkis ein tiefes Petrol und das helle Rauchblau eigentlich auch viel dunkler und intensiver. Fest verfilzt werden die Farben aber sicher wieder schön satt zur Geltung kommen. Wunderzeug Wolle. :)

Mittwoch, 2. Mai 2012

"Alchemie Filzen" oder "Von Wolle zu Stein"


Nein, ich filze nicht diese, unter Filzern scheinbar ziemlich beliebten, Kieselsteinsitzkissen, -türstopper, -dekodinger, -irgendwas... ;) Ich hab nur mal wieder experimentiert und mit neuem Hundespielballaufbau und neuer Wollkombination irgendwie nicht so auf Anhieb die richtige Wollmenge erwischt. Das wurde dann halt ein büschen groß beim Nadelfilzen und musste arg fest zusammengeschrumpft werden... ^^


Ist eben nicht so einfach, wenn man mit einem Berg Fluff anfängt, und dann einschätzen soll, auf welche Maße davon nun welche Menge in welcher Form wie zusammenschrumpft und bei welcher Filzfestigkeit. o_O Besonders dann, wenn man einfach so unkontrolliert rumwurschtelt. Ähem. ^^


Also wurde mit der Filznadel aus dem Fluff ein Ball mit 33 cm Umfang, der durch Nassfilzen auf nur wenig mehr als Tennisballgröße (ca. 21 cm) runtergeschrumpft werden sollte. Öhm. Sagen wir mal so: Der Ball ist jetzt sehr fest. Sehr, sehr fest und bei 22,5 cm war absolut endgültig Schluss mit weiterem Schrumpfen! o_O Und meine Muskeln in Fingern, Händen und Armen sind garantiert wieder ein gutes Stück stärker, wenn denn erstmal der Muskelkater nachlässt! ;P


Ob der Klopper jetzt überhaupt noch als Hundespielzeug taugt, oder vielleicht sogar gerade besonders gut, wird sich dann noch zeigen müssen. ^^ Aus dem luftigen Fluff ist jedenfalls ein Ball geworden, der tatsächlich sogar beim Aufdötzen wieder hochspringt und einfach zerlegbar isser sicher nicht, aber er könnte durchaus als Maulsperre funktionieren... schaun wa mal... Freiwillige Tester? :D


Das Bild auf dem Ball ist übrigens nicht einfach nur ein süßer schnuppernder Hund, sondern das Logo der Private Initiative Mantrailing e.V. (PIM), einer Truppe von engagierten Leuten, die mit ihren speziell ausgebildeten Hunden zum Beispiel vermisste Personen suchen und dabei im großen Team sogar über längere Strecken Spuren verfolgen können.

Mein Bruder und seine Freundin machen mit ihren Hunden bei PIM mit und es ist immer wieder beeindruckend, wenn er davon erzählt, was diese Suchhunde alles leisten und welch minimalen Spuren sie folgen können, während wir sinnvernebelten Menschen meist nicht auch nur die Spur einer Ahnung haben, dass da überhaupt etwas Wahrnehmbares existiert. ;)

Glücklicherweise arbeiten die Mitglieder von PIM ehrenamtlich, und so kann man sich auch als Privatperson problemlos an sie wenden, wenn zum Beispiel eine Person vermisst wird. Auf ihrer Website erfährt man alles dazu, wie man sie kontaktieren und wie sie einem helfen können, und es gibt auch allerlei interessante Hintergrundinfos, Bilder und die Spürnasen werden zusammen mit ihren Leinenhaltern vorgestellt.

Wenn man aus der Gegend ist (Osterode am Harz, Göttingen, ...), kann man die Truppe auch mal persönlich kennenlernen und die Fähigkeiten der Hunde selbst erleben, indem man sich für eine Trainingseinheit zum Beispiel als zu suchende Person zur Verfügung stellt oder vielleicht interessiert sich der ein oder andere Hundehalter auch für eine ebenso spaßige wie sinnvolle Beschäftigung für und mit seinem Vierbeiner. :)

Ob man Hunde wohl auch darauf trainieren kann, verlegte Sachen in der Wohnung wiederzufinden? Ähem... ^^